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Schallwellen und Schwingungen - damit beschäftigt sich Daniel Trojer (Foto: Marco Gierschewski)
Schallwellen und Schwingungen - damit beschäftigt sich Daniel Trojer (Foto: Marco Gierschewski)

[08|05|2018]

Daniel Trojer ist erster Absolvent des berufsbegleitenden Masters Ingenieurakustik

 

Sprache, Musik, oder Lärm – Akustik ist ein Thema, mit dem alle täglich zu tun haben. Der berufsbegleitende Masterstudiengang Ingenieurakustik erforscht die Bandbreite der Phänomene, die sich hinter dem Begriff „Akustik“ verbergen. Fahrzeugakustik, Bauakustik, Medienakustik und Psychoakustik sind Bereiche, mit denen sich die Studierenden in dem fünfsemestrigen Master of Science beschäftigen.

 

Als erster Absolvent gibt Daniel Trojer einen Einblick in seine Studienerfahrungen: Das Studium ist ein Wechselspiel von drei Wochen Berufsalltag und drei Tagen Vorlesungszeit. Für den Studiengang kooperiert Prof. Dr. Stefan Sentpali, Studiengangsleiter der Hochschule München mit seinem Kollegen Prof. Dr. Jörn Hübelt von der Hochschule Mittweida. Sentpali leitet außerdem ein Akustiklabor an der Hochschule München und ist Vorstand des An-Instituts MdynamiX AG. Für AkustikingenieurInnen gibt es gerade in der Automobilbranche nicht nur im Münchner Raum sehr gute Berufsaussichten.

 

Student baut Studiengang mit auf

„Ich bin im Moment Studienbester, aber auch Studienschlechtester“, schmunzelt Trojer, denn er ist der erste und bisher noch einzige Absolvent des Masters. Seine Stelle als Laboringenieur im Akustiklabor der Hochschule München und bei der MdynamiX AG gab ihm darüber hinaus die Chance, maßgeblich an der Entwicklung des Studiengangs beizutragen. So wirkte er z.B. an der Organisation der Vorlesungstage mit und baute die Online-Kurse auf Moodle auf. In der vorlesungsfreien Zeit fungierte er als Anlaufstelle für Studierende und Lehrende.

 

Wie wandelt sich die Schallleitung, wenn Kabel in Elektroautos gedehnt, gebogen oder gedreht eingebaut sind? (Foto: Marco Gierschewski)
Wie wandelt sich die Schallleitung, wenn Kabel in Elektroautos gedehnt, gebogen oder gedreht eingebaut sind? (Foto: Marco Gierschewski)

Masterarbeit – ein Kinderspiel?

Die Untersuchungen für seine Masterarbeit erklärt er anhand des bekannten Kinder-Experiments des „Schnur-“ oder „Bechertelefons“: zwei Plastikbecher, die durch eine Schnur miteinander verbunden sind. Beim Sprechen versetzen die Schallwellen die Becherböden in Schwingung. Diese Schwingung wird durch die Schnur weitergeleitet, wodurch die Schallwellen am anderen Ende ankommen. Trojer beschäftigte sich aber mit deutlich komplexeren Experimenten. An einem Prüfstand maß er an Kabeln verschiedener Hersteller, wie das Dehnen, Biegen und Drehen der Kabel in unterschiedliche Richtungen sich auf deren Schwingungen auswirkt. Das bestimmt wiederum, was bei den FahrerInnen zu hören und zu spüren ist. Kein einfaches Forschungsvorhaben: „Teilweise war die Berücksichtigung so vieler Parameter ziemlich zermürbend. Kleine Erkenntnisse kosteten viel Kraft. Aber mein Durchhaltevermögen hat sich gelohnt“, sagt Trojer. Für den Absolventen hat sich das Thema Akustikforschung noch nicht erledigt, als wissenschaftlicher Mitarbeiter arbeitet er weiterhin im Akustiklabor der Hochschule München.

 

Weitere Informationen: Auf der Webseite des Studiengangs sind Hintergrundinformationen zum Masterstudiengang „Ingenieurakustik“ nachzulesen. Die Bewerbungsphase für das Wintersemester 2018/19 läuft ab sofort bis Ende Juli 2018. Für Interessierte findet am 11.Juni 2018 eine Informations-Veranstaltung statt.

 

 

Leonie Hudelmaier

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