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Rückblick auf die 5. DocMuc

[05|07|2018]

Die Veranstaltung beleuchtete, welches Potenzial technische Kommunikation für Unternehmen hat

Unter dem Motto „Potenziale für Unternehmen – Welchen Mehrwert bietet Technische Kommunikation?“ fanden sich Ende Juni rund 100 Teilnehmer in den Räumlichkeiten des Veranstalters, dem Studienbereich „Technische Redaktion und Kommunikation“, an der Hochschule München ein. Ganz im Sinne der Konferenzleiterin und Studiengangsgründerin Frau Prof. Dr. Gertrud Grünwied vernetzten sich hierbei Industrie und Forschung und tauschten sich über die aktuellen Branchentrends aus. Als besonderes Merkmal der DocMuc stach der Dialog zwischen ExpertInnen und Studierenden hervor: Erfahrene Profis aus dem Bereich "Technische Kommunikation" sprachen angeregt mit den RedakteurInnen von Morgen.

 

Keynote-Speaker hinterfragt künstliche Intelligenz

Auf die Konferenzeröffnung folgte eine Keynote von Jody Byrne. Der erfahrene technische Redakteur und Übersetzer von SAP Irland provozierte mit seiner Leitfrage: "Macht der Einsatz von künstlicher Intelligenz den Menschen im Bereich der technischen Kommunikation in Zukunft unnötig?"

Jody Byrne während seiner polarisierenden Keynote (Foto: Michael Klausner)
Jody Byrne während seiner polarisierenden Keynote (Foto: Michael Klausner)

Anhand eines fiktiven Szenarios beleuchtete Byrne die Problematik auf eine eigenwillige, aber anschauliche Art und Weise: Man stelle sich vor, in naher Zukunft könne man Verstorbene durch Analysen derer Social-Media-Profile „wiederbeleben“, indem man künstliche Abbilder ihrer Persönlichkeiten in täuschend ähnliche Körpernachbildungen einspeist. Anfänglich könne dies wie eine bereichernde Technologie wirken, doch aller Wahrscheinlichkeit nach wären die verursachten Irritationen bei echten Menschen wohl zu groß. So lieferte der Speaker die Antwort auf die eingangs gestellte Frage mit: Ohne regulierende Größe – also Menschen – ist es unwahrscheinlich, dass künstliche Intelligenz eine ausreichend große Akzeptanz findet. Solange sich technische Kommunikation an Menschen richtet, werden auch menschliche RedakteurInnen gebraucht.

 

Live im Einsatz: Augmented-Reality-Technologie (Foto: Michael Klausner)
Live im Einsatz: Augmented-Reality-Technologie (Foto: Michael Klausner)

Fachvorträge und neue Technologien testen

Im Mittelpunkt der DocMuc-Konferenz standen Fachvorträge, die sich in Schwerpunkte untergliederten, die sich auch im Studiengang "Technische Redaktion und Kommunikation" wiederfinden: Semantische Technologien in der technischen Kommunikation, unternehmensinterne Kommunikation sowie Software-Dokumentation und User Assistance. Zwischen den Vorträgen hatten die Konferenzgäste Gelegenheit in den Dialog mit den Studierenden zu treten oder das geöffnete Foto- und Medienstudio sowie das Usability-Labor zu besuchen. Hier konnten die BesucherInnen Eye-Tracking-, Augmented- und Virtual-Reality-Technologien testen und sich von Studierenden anleiten lassen.

 

Eine erfolgreiche Veranstaltung

Die Resonanz der Teilnehmenden war äußerst positiv, was drei große Pinnwände zeigten, auf denen die BesucherInnen nach den jeweiligen Vorträgen Kommentare hinterlassen konnten.Gefallen hatte vor allem das gute Gleichgewicht zwischen Theorie und Praxis auf der DocMuc.

 

Interessierte finden einen ausführlicheren Bericht zur 5. DocMuc auf der Webseite der Fakultät für Versorgungs- und Gebäudetechnik, Verfahrenstechnik Papier und Verpackung, Druck- und Medientechnik.

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