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Der Wärmewende näherkommen

Am Competence Center Energieeffiziente Gebäude und Quartiere, kurz CENERGIE, suchen Forscherinnen und Forscher nach Lösungen, wie bei der Wärmenutzung mehr erneuerbare Quellen zum Einsatz kommen können (Foto: Herz/Decker)
Am Competence Center Energieeffiziente Gebäude und Quartiere, kurz CENERGIE, suchen Forscherinnen und Forscher nach Lösungen, wie bei der Wärmenutzung mehr erneuerbare Quellen zum Einsatz kommen können (Foto: Herz/Decker)

[26|07|2018]

Forschungsschwerpunkt der HM möchte Anteil erneuerbarer Energien bei der Wärmenutzung erhöhen

 

Während der Beitrag der erneuerbaren Energien zur Stromversorgung in Deutschland rund ein Drittel beträgt und die Energiewende durch den Ausbau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen voranschreitet, stammen bei der Wärmenutzung nur rund 13 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Dafür, wie man diesen Anteil erhöhen und einer „Wärmewende“ näherkommen kann, suchen Forschende der HM Werkzeuge und Lösungen: am CENERGIE – Competence Center Energieeffiziente Gebäude und Quartiere.

 

Ein besonderes Augenmerk legen die WissenschaftlerInnen darauf, wie der Energieeinsatz quartiersübergreifend optimiert werden kann. Ebenfalls auf die dezentrale Anwendung innovativer wärmetechnischer Lösungen. Durch den Trend zur Wärmepumpenheizung entsteht eine zunehmende Kopplung der Strom- und Wärmeversorgung, da Wärmepumpen stromgetrieben sind. Als Alternative dazu forscht das CENERGIE an Transformationsprozessen und Speicherkonzepten für Wärme, durch die sich Solarwärme vermehrt nutzen lässt.

 

Studienprojekte im Rahmen des Forschungsschwerpunkts

Welche Optionen für die zukünftige Wärmeversorgung speziell in Bayern und in der Metropolregion München bestehen, klärt im Rahmen des Forschungsschwerpunkts das Studienprojekt „Zukünftiges Energiesystem Bayern“. Ein zweites interdisziplinäres Studienprojekt entwickelt sogenannte Lebenszyklusparameter, mit welchen sich Niedrigstenergiegebäude ressourcenbezogen, energetisch und ökologisch beurteilen lassen. Die Beurteilung umfasst alle Schritte im Leben eines Gebäudes, von der frühen Konzept- und Planungsphase über die operative Nutzung bis zur End-of-Life-Phase.

 

In einem dritten Studienprojekt soll eine in der Architektur übliche Praxis in die Welt der digitalen Modellierung übertragen werden: Das Projektteam baut einen „digitalen Planschrank“ auf. Er ermöglicht es Anwendern künftig, mithilfe von Musterstrukturen unkompliziert valide und leistungsfähige Modelle für komplexe Gebäude- und Versorgungsstrukturen zu erstellen. Die Musterstrukturen basieren auf realen, projektbezogenen Vorarbeiten.

 

Dieser neu genehmigte Forschungsschwerpunkt ist Teil des weiteren Ausbaus der Forschungsstrukturen an Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Promotionen und die Kooperation mit lokalen Unternehmen und Einrichtungen sind wichtige Elemente dieses Schwerpunkts.

 

 

Cathrin Cailliau

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