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Forschung erleben für UnternehmerInnen

Prof. Dr. Heinz Huber erklärt seine Forschungen im Laserlabor (Foto: Lena Schmidbauer)
Prof. Dr. Heinz Huber erklärt seine Forschungen im Laserlabor (Foto: Lena Schmidbauer)

[02|10|2018]

Forschung zum Frühstück: Das Laserlabor öffnete seine Türen für interessierte UnternehmerInnen

 

„Forschung zum Frühstück“, diese Veranstaltungsreihe der IHK besuchte seit ihrem Start 2014 das erste Mal eine Hochschule für angewandte Wissenschaften. An der HM erlaubte das Laserzentrum für UnternehmerInnen Einblick in seine Forschungsaktivitäten. Nach einführenden Worten der Organisatorin der Reihe bei der IHK, Dr. Ute Berger, begrüßte Prof. Dr. Thomas Stumpp, Vizepräsident für Wirtschaft, die UnternehmerInnen zu diesem interessanten Format „des Wissens- und Technologietransfers“.

 

Vielfältiger Lasereinsatz in der Forschung

Prof. Dr. Heinz Huber stellte aktuelle Forschungen in dem von ihm gegründeten „Laserzentrum Hochschule München“ vor. Quer über den Hof waren diese für die Gäste dann selbst in Augenschein zu nehmen. Laser fungieren dort beispielsweise als Werkzeug zur Materialbearbeitung, welche physikalisch durch Verdampfen und Schmelzen der Materialien bewirkt wird. Durch die Bearbeitung mit Ultrakurzpulslasern werden Dünnschichtsolarzellen hergestellt, ebenso werden Handydisplays aus Glas damit in Form geschnitten oder Stents aus Gedächtnismetall-Legierungen wie Nitinol hergestellt.

 

Auch für den Bau des künftig größten Teleskops der Erde, das European Extremely Large Telescope, der ESO ist Hubers Laser im Einsatz: In Metall- und Glasplättchen werden haarfeine Spalten und Löcher gelasert, um mit jenen sogenannten Kalibriermasken die vielen Glasbauteile für das riesige Objektiv des Teleskops zu justieren.

 

Doktorand Jun Zhang stellt seine Forschungen zum 3D-Druck menschlicher Zellen vor (Bild: Lena Schmidbauer)
Doktorand Jun Zhang stellt seine Forschungen zum 3D-Druck menschlicher Zellen vor (Bild: Lena Schmidbauer)

Schließlich stellten Mitarbeiter des Laserlabors den berührungslosen 3D-Druck menschlicher Zellen mittels Femtosekundenlaserpulsen vor: Durch Laserbeschuss auf ein Gel-Wasser-Gemisch werden auf der Oberfläche schwimmende menschliche Zellen in haarfeinen länglichen Tropfen an die gewünschte Stelle transportiert – eine Möglichkeit, um künftig ganze Sehnen oder anderes Gewebe auszudrucken.

 

Die Veranstaltung bot die Gelegenheit für UnternehmerInnen und MitarbeiterInnen der Hochschule München über Laserforschung ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

 

Weitere Informationen: Die Reihe "Forschung zum Frühstück" ist ein Programm der IHK, das auch nächstes Jahr wieder an der Hochschule München stattfinden soll.

 

 

Christiane Taddigs-Hirsch

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