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Wo es tönt und kracht und leise ist

Maximilian Miltenberger, Laboringenieur des Labors für Akustik und Dynamik an der Hochschule München (Foto: Dean Causevic)
Maximilian Miltenberger, Laboringenieur des Labors für Akustik und Dynamik an der Hochschule München (Foto: Dean Causevic)

[18|09|2019]

Die Welt der Akustik in einem Studiengang. Maximilian Miltenberger erzählt

 

Bewusst oder unbewusst sind wir umgeben von und eingetaucht in Geräusche. Und bewusst oder unbewusst merken wir die Auswirkungen, die Töne, Lärm und Co. auf uns haben. Akustik, die Lehre vom Schall und seiner Ausbreitung, begleitet unseren Alltag. Was da genau wie passiert und wie bestimmte Geräusche vermieden oder erzeugt werden können, damit befassen sich unter anderem die Studierenden des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Ingenieurakustik an den Hochschulen München und Mittweida.

 

Ein Spektrum fürs naturwissenschaftliche Ohr

Geräusch ist nicht gleich Geräusch – das erfahren wir fast alle nahezu ständig am eigenen Leib durch Stimmen, Instrumente, Mechanik und noch vielem mehr. Die IngenieurakustikerInnen an den Hochschulen München und Mittweida gehen aber weiter: Sie experimentieren, erforschen und erfassen Schall mit dem Ziel, Geräuschkulissen in den unterschiedlichsten Situationen zu beeinflussen.
 

Denn die Studierenden durchlaufen das komplette Spektrum der Akustik. Sie qualifizieren sich in den Bereichen Fahrzeugakustik, Bauakustik, Medienakustik sowie Psychoakustik und stellen sich dadurch breit für ihre Zukunft in der Akustik auf, wie Maximilian Miltenberger, Laboringenieur des Labors für Akustik und Dynamik an der Hochschule München, weiß: „Nach dem Master ist für die Absolventen alles drin. Sie können ganz nach ihrem Gusto in der Akustik weitermachen. Tontechnik, Raumakustik, Fahrzeugakustik, Simulation oder die psychologische Schiene – alles ist denkbar.“
 

Akustische Kamera (Foto: Dean Causevic)
Akustische Kamera (Foto: Dean Causevic)

Wissen mit Praxisbezug

Das umfassende Spektrum kann auch deswegen vermittelt werden, weil der Masterstudiengang in einer Kooperation der Hochschulen München und Mittweida angeboten wird: Die beiden Hochschulen ergänzen sich optimal in der Lehre der Ingenieurakustik.
 

„Den Studiengang an beiden Hochschulen stattfinden zu lassen, ist ganz klar ein Gewinn für die Studierenden“, erklärt Maximilian Miltenberger, der selbst den Master in Ingenieurakustik absolviert hat. „Beide Standorte ergänzen sich durch die unterschiedlichen Ausstattungen ideal. Beispielsweise haben wir hier in München die Ressourcen für die Fahrzeugakustik und führen praktische Versuche am Rollenprüfstand durch. Andererseits können sich die Studierenden an der Hochschule Mittweida durch das dort vorhandene Equipment bestens im Bereich der Raumakustik austoben.“
 

Neben der Theorie nimmt die Praxis quasi doppelt Raum ein: In den Präsenzphasen an den Hochschulen stehen Lehrversuche auf der Tagesordnung. Gleichzeitig werden die Studierenden nicht aus ihrem Beruf gerissen und haben die Möglichkeit, das im Studium Gelernte direkt in ihre individuelle Praxis einzubringen.

 

Versuche bei den Ingenieurakustikern (Foto: Dean Causevic)
Versuche bei den Ingenieurakustikern (Foto: Dean Causevic)

Vernetzter Austausch

Das berufsbegleitende Modell und vor allem die Präsenzphasen des Studiums bergen darüber hinaus das Potenzial eines vernetzten Austausches auf Augenhöhe. Die Studierenden kommen oft aus unterschiedlichsten Akustik-Berufsfeldern. „Wenn da Studierende aus verschiedenen Fachbereichen zusammenkommen, gibt es spannende Diskussionen“, sagt Maximilian Miltenberger.
 

„Da geht es oft um wirklich konkrete Fragestellungen, die die Studierenden aus ihrem beruflichen Alltag mitbringen. Außerdem denke ich, dass der Austausch mit den anderen Studierenden Perspektiven eröffnet, so dass man quasi ganz nebenbei auch an neue Herangehensweisen herangeführt wird.“ Und daraus können wiederum neue Ideen und vor allem auch Synergien in der Wirtschaft erwachsen.
 

Alle Informationen zum Studium finden Interessierte auf der Webseite des Studiengangs

 

 

Johanna Bronek

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