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Wohn-Utopien

Prof. Loretta Lees, University of Leicester, erklärt die Folgen der
Prof. Loretta Lees, University of Leicester, erklärt die Folgen der "Hyper gentrification" (Foto: FH Campus Wien)

[29|11|2019]

INUAS-Tagungsreihe "Urbane Transformationen" startete in Wien

 

Der Auftakt der INUAS-Tagungsreihe machte es deutlich: Wohnen ist weiterhin das Top-Thema im urbanen Raum. Vom 4. bis zum 6. November trafen sich Forschende, Studierende, AkteurInnen und Interessierte in Wien, um sich zum Thema "Wohnen unter Druck" auszutauschen. Ausgerichtet hat die erste Konferenz die FH Campus Wien, eine Partnerhochschule aus dem INUAS-Netzwerk, in dem neben der ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) die Hochschule München Mitglied ist.

 

Das INUAS-Netzwerk

Das Netzwerk wurde 2011 in Wien gegründet und soll zur Stärkung der Großräume München, Wien und Zürich als international bedeutende Wirtschafts- und Hochschulstandorte beitragen. Mit der Tagungsreihe "Urbane Transformationen: Wohnen | Ressourcen | Öffentliche Räume" wollen die Netzwerkpartner sich der Frage widmen, welche politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Perspektiven und Interessen mit Lebensqualität verbunden sind und welche objektiven und subjektiven Faktoren dabei eine Rolle spielen.

 

Dies geschah bei der Auftaktkonferenz in Wien auf vielfältige Weise. Zahlreiche Einsendungen von Beiträgen und Postern gingen auf diese Faktoren ein und die Forschenden, teilweise noch Studierende, präsentieren ihre aktuellen Forschungsergebnisse.

 

"Hyper gentrification" ist eine der großen Herausforderungen

Laut der ersten Keynote-Speakerin Prof. Loretta Lees von der University of Leicester, stehen wir derzeit vor den größten Herausforderungen unserer Zeit: Leistbares Wohnen in Zukunft und Auswirkungen der "Hyper gentrification". Sie sprach von einer "State led gentrification", wobei ärmere Bevölkerungsschichten noch weiter an den Rand der Metropolregionen gedrängt, sogar regelrecht umgesiedelt werden (z. B. in Rio de Janiero) und der Staat dies unterstützt. Zudem werden Immobilien weiterhin vermehrt als Investitionen gesehen und treiben so diese Entwicklung weiter voran.

 

Spannende Eindrücke erhielten die BesucherInnen auch bei den Exkursionen, die für den zweiten Tag vormittags angesetzt waren. Hier konnten sie sich z. B. beim HabiTAT Hausprojekt "SchloR" über die Erfahrungen der Projektteilnehmenden zum Thema "Solidarisch wirtschaften, selbstverwaltet und kollektiv wohnen" austauschen.

 

Transformationsprozesse von Lebensräumen gewinnen an Bedeutung

Generell fokussieren sich ArchitektInnen und BauplanerInnen wieder vermehrt auf Transformationsprozesse von Lebensräumen. Weg von separierten Lebensräumen von Arbeit und Wohnen, hin zu Durchmischung, sozialer Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Lebensqualität.

 

Die Tagung endete mit einer offenen Diskussion zum Thema "Brauchen wir eine Sicherung des Rechts auf Wohnraum?" Der Tenor: Ja, in jedem Fall! Aber auch neue Konzepte für Mobilität, mehr Menschlichkeit und leistbares Wohnen.

 

Weitere Informationen zur IUNAS Konferenz finden Interessierte in diesem Artikel .

 

Tagung 2020 findet in München statt

Vom 9. bis zum 11. September 2020 findet die zweite Veranstaltung dieser Konferenzreihe in München statt. Diese Tagung beschäftigt sich mit dem Thema RESSOURCEN in den Sektionen MATERIAL, ZEIT, RAUM und ENERGIE. Zum Abschluss beschäftigt sich die Konferenz in Zürich 2021 mit dem Thema "Öffentliche Räume".

 

Informationen zur kommenden Konferenz in München und der Einreichung von Projektbeiträgen finden Interessierte in Kürze auf der INUAS-Website .

 

 

Petra Wiese

 

 

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