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Projekt

Fakultät 02
Betonkanu goes Köln
Kategorie:
Projekt
Themengruppe:
Komptenzfelder: forschend, nachhaltig
Jahr:
2017



LERNZIELE:

Welche Kompetenzen sollten die Studierenden erwerben?

• Teambildung und gemeinsames Herangehen an Problemstellungen

• Verbindung von theoretischer Planung mit praktischer Umsetzung

• Betontechnologische, ökologische und handwerkliche Kompetenzen

Die Kompetenzen der Studierenden sollten im Bereich der Eigenverantwortung, der Eigenständigkeit der Teambildung gestärkt werden. Ferner soll durch das "problem based learning" ein neues Lehrkonzept zur Förderung der Kompetenzen weiter ausgebaut werden.

DURCHFÜHRUNG:

• problem based learning und interdisziplinäre Teamarbeit

• Planung und Bau von Kanus aus Beton

• Teilnahme mit dem Kanu an der Betonkanuregatta

Bei der 16. Deutschen Betonkanu-Regatta am 09. und 10. Juni 2017 am Fühlinger See in Köln stellten die Studierenden der Hochschule München die technischen Möglichkeiten des Baustoffs Beton unter Beweis. In einem Kurs zum Thema „Betontechnologie“ entwickelten und fertigten die Studierenden der FK 02 (Bauingenieurwesen) zwei Kanus aus Beton. Dabei wurde zuerst in der Theorie ein Konzept entwickelt, das im Anschluss praktisch im Betonlabor umgesetzt wurde. Neben Vorlesungen wurden Themen in Form von „problem based learning“ in Gruppenarbeit bearbeitet.

Es galt ein Betonkanu zu planen und zu produzieren, das neben den geforderten Eigenschaften (wasserdicht, leicht) auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit (CO2-Optimierung) durch Verwendung von Sekundärrohstoffen wie Silicastaub und Flugasche optimiert ist. Diese Kanus wurden durch das MUAS-Team bei der internationalen Betonkanuregatta präsentiert und im Wettrennen eingesetzt.

Stromlinienförmig aus dünnwandigem Textilbeton

Das Kanu sollte klare Linien aufweisen und eine Struktur mit scharfen Kanten erhalten. Die Schalung sollte eine optimale Wirtschaftlichkeit für den Bau von zwei Kanus liefern und zudem eine strukturierte Oberfläche schaffen. Gefertigt wurde eine Außenschalung, in welche die Kanus mittels Spachtelverfahren einbetoniert wurden. Die Schalung wurde mit Hilfe von CAD-Software entworfen. Aus den Rohdaten wurden einzelne Spanten entworfen, die das Grundgerüst der Schalung darstellen. Mit Hilfe der ausgeplotteten Dateien wurden die Spanten aus Spanplatten zugeschnitten. Für die strukturierte Oberfläche wurde eine klassische Bretterstruktur gewählt. Diese wurde durch aufnageln einzelner Lamellen aus dünnen Filmschichtplatten realisiert. Als Beton wurde eine spachtelbare, faserverstärkte Betonmischung verwendet, die durch eine geeignete Zusammensetzung eine nahezu Porenfreie Oberfläche ermöglichte. Als Bewehrung des Kanus kam eine Glasfaserbewehrung zum Einsatz.

ERFAHRUNGEN:

Das maßgebliche Lernziel war das Erarbeiten von Inhalten durch problembasiertes Lernen. Durch die Überarbeitung des bisherigen Moduls „Betontechnologie“ liegt nun der Fokus weniger auf der Vorlesung, sondern auf dem gemeinsamen Erarbeiten von Inhalten wie Literaturrecherche, gemeinsames Planen und gemeinsames Herstellen von z.B. den Betonkanus. Hieran konnten viele betontechnologische, ökologische und handwerkliche Gesichtspunkte erlernt werden.