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Projekt

Fakultät 01
Studio II - Städtebau
Kategorie:
Projekt
Themengruppe:
Kompetenzfeld INTERKULTURELL
AutorIn:
Johannes Kappler
Jahr:
2017

LERNZIELE:

unternehmerisch

Die Aufgabenstellung des Masterstudios (Neues Bauen für die Gemeinschaft - Wie wohnt und arbeitet man zukünftig im Kollektiv?) ermöglicht ein problembasiertes Lernen, da eine reale städtebauliche Herausforderung als Ausgangspunkt thematisiert wird, wie sie Studierenden in ihrer späteren beruflichen Praxis in Architekturwettbewerben mit einer Umsetzungsperspektive begegnen wird. Um zu einer angemessenen Lösung für eine gesellschaftlich relevante Gestaltung von Stadtentwicklungsprozessen zu kommen, wird von den Studierenden in diesem Lehrprojekt ein ganzheitliches Denken verlangt. Dabei dient der Austausch mit unterschiedlichen Planungsakteuren dazu, sowohl wirtschaftliche als auch innovative Aspekte in den Entwicklungsprozess von der konzeptionellen Idee bis zur Umsetzung zu integrieren. Durch Projektbesichtigungen und die Einladung von externen Experten werden die Studierenden für die Rahmenbedingungen einer ambitionierten Berufspraxis sensibilisiert.

nachhaltig

Die Fragestellung ,Wie wohnt und arbeitet man zukünftig im Kollektiv?’ eignet sich in besonderer Weise, um die Komplexität einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen und zukunftsorientierten Stadtentwicklung zu reflektieren und differenzierte Antworten zu finden. Fragen der demografischen Entwicklung, des wirtschaftlichen Wandels durch die Digitalisierung und des schonenden Umgangs mit den lokalen und globalen Ressourcen werden bei der Auswahl des Planungsareals eine zentrale Rolle spielen. Der Beitrag der Studierenden wird sich nicht nur auf einen strategischen Vorschlag beschränken. Die Studierenden werden einen Entwurfsvorschlag für ein konkretes Grundstück entwickeln und haben durch die Wahl ihrer Entwurfskonzepte einen großen Einfluss auf die thematische Ausgestaltung des Lehrprojekts.

interkulturell

Durch die Auswahl des Entwurfsgrundstücks besteht ein internationaler Bezugsrahmen der Lehrinhalte. Ergänzt durch die Analyse internationaler Referenzbeispiele erhalten die Studierenden die Möglichkeit, länderspezifische Besonderheiten kennenzulernen. Interkulturelle Kompetenz entsteht in diesem Lehrprojekt aber nicht nur die theoretische Beschäftigung, sondern in der räumlichen Disziplin des Städtebaus auch durch die Erarbeitung eines konkreten Entwurfsvorschlags im Austausch mit lokalen Akteuren der Planungsdisziplinen. Dabei bietet Rotterdam als internationales Laboratorium der modernen Architektur und des modernen Städtebaus mit vielen international agierenden Architekturbüros (u. a. OMA, MVRDV) einen besonders attraktiven Rahmen auch im Hinblick auf eine zukünftige Tätigkeit in einer globalisierten Arbeitswelt.

forschend

Entwerfen von innovativen Lösungen hat immer auch einen forschenden Charakter. Aus diesem Grund wird ein Schwerpunkt des Masterstudios die Entwicklung einer methodischen Vorgehensweise zur Beantwortung einer Entwurfsaufgabe sein. Diese beinhaltet unterschiedliche Strategien, Probleme zu erkennen, Fragestellungen zu formulieren und Lösungen zu entwickeln. Dabei soll den Studierenden ein ausreichender Raum zum Experimerntieren zur Verfügung gestellt werden.

digital

Das Masterstudio soll auch dazu genutzt werden, neue digitale Medien zur Darstellung der Entwurfsergebnisse zu erlernen. Dabei kommt der Erstellung von dreidimensionalen Visualisierungen der atmosphärischen Qualitäten der geplanten Stadträume eine besondere Bedeutung zu. Zusätzlich werden maschinelle und digitale Werkzeuge für die Erstellung städtebaulicher Modelle zum Einsatz kommen.

ABLAUF:

MasterstudiengangArchitektur
MasterstudiengangArchitektur

Im Rahmen des Masterstudios entwickelten die Studierenden neue Formen des gemeinschaftlichen Wohnens und Arbeitens anhand einer konkreten Entwurfsaufgabe. In der ersten Phase reflektierten die Studierenden anhand von Referenzbeispielen in München und Rotterdam die Frage, wie sich aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen in neuen räumlichen Modellen des gemeinschaftlichen Zusammenlebens abbilden. Anschließend mündeten die Ergebnisse in einen Entwurfsvorschlag für ein konkretes Entwicklungsareal. Im Vergleich zu meinem letzten Masterstudio war die Einbeziehung lokaler Akteure aus der Praxis (Projektmanager Stadtentwicklung der Gemeinde Rotterdam / lokale Architekten / Preisträger des Wettbewerbs ,Wohnbauprojekt San Riemo’ der Kooperative Großstadt in München) neu. Zudem konnte durch die Einbeziehung externer Experten aus dem Bereich ,Visualisierung’ ein bestehendes Konzept zur Vermittlung digitaler Kompetenzen im Bereich der mehrdimensionalen Darstellung von Stadträumen weiterentwickelt werden. Die Qualität der Entwurfsvorschläge und die Form der Präsentation der Endergebnisse hat gezeigt, dass die Lernziele erreicht und die gewünschten Kompetenzen vermittelt werden konnten. Diese Tatsache wurde von externen Gastkritikern im Rahmen einer Abschlussveranstaltung bestätigt: ,Please send your students my compliments. I think they all did a really great job translating a difficult assignment into comprehensive, detailed and thought-provoking projects. It was very refreshing and inspiring to see so many good designs.’ (Tim Peeters / ZUS)

ERFAHRUNGEN:

Die Neuerung ist auf sehr positive Resonanz bei den Studierenden gestoßen. Diese positive Einschätzung der Förderung findet sich auch in der Evaluation zum Aufbau der Lehrveranstaltung (u. a. Gastvorträge, Gastkritiken, Exkursion, 3d-Workshop) wieder.