Projekt

Fakultät 01
Mehr als alte Häuser. Nachhaltige Entwicklung und digitale Erfassung des historischen Baubestands
Kategorie:
Projekt
Themengruppe:
Kompetenzfelder: nachhaltig, digital
AutorIn:
Silke Langenberg, Reinhold Winkler
Jahr:
2015
Weiteres

Studiengang und Studienfachrichtung: BA-Architektur

Modul: "Bauen im historischen Kontext"

Vorlesung: Denkmalpflege


 

Lernzielbeschreibung

Welche Kompetenzen sollen die Studierenden erwerben?

  • wesentliche Entwicklungen der Denkmaltheorie
  • Grundsätze der praktischen Denkmalpflege
  • Grundlagen der digitalen Bauaufnahme
  • Prinzipen eines nachhaltigen Umgangs mit dem Baubestand
  • Aspekte des Denkmalschutzgesetzes

 

Die Studierenden sind nach erfolgreicher Teilnahme am Modul in der Qualifikationsziele Lage, wesentliche Entwicklungen der Denkmaltheorie, Grundsätze der praktischen Denkmalpflege und Prinzipen eines nachhaltigen Umgangs mit dem Baubestand zusammenzufassen. Sie kennen die für Architekten wichtigsten Aspekte des Denkmalschutzgesetzes, die üblichen Methoden der Inventarisation, der denkmalpflegerischen Dokumentation, der handwerklichen Instandsetzung, der Restaurierung und der Konservierung.

 

Darüber hinaus sind sie in der Lage materielle, technische, konstruktive, historische und ästhetische Besonderheiten eines Bauwerks zu erkennen und darzustellen. Sie können selbstständig ein sinnvolles Messnetz legen, um auf dieser Grundlage ein verformungsgerechtes händisches Bauaufmaß technisch wie zeichnerisch zu bewältigen.

 

Des Weiteren sind ihnen auch die Grundlagen der digitalen Bauaufnahme bekannt. Sie kennen die wesentlichen Grundlagen der Recherche und des wissenschaftlichen Arbeitens und können eine Baudokumentation, bestehend aus Archivmaterialien, Literatur, Aufmaß, Fotodokumentation und schriftlichen Anmerkungen erstellen.

 

 

Beschreibung der durchgeführten Lehrinnovation

 

  • Diskussion um die nachhaltige Erhaltung von Gebäuden und größeren Beständen
  • Auseinandersetzung mit Recycling, Urban Mining und Stoffstromanalysen
  • verformungsgerechte, händische Bauaufnahme

 

Bei der Diskussion um den Wert von Gebäuden gibt es verschiedene Ansätze. Während die klassische Denkmalpflege sich in erster Linie dem historischen und kulturellen Wert eines Bauwerkes widmet, betrachten Immobilienbewirtschafter und -entwickler vor allem den Markt- und Wiederverkaufswert.

 

Im Hinblick auf eine nachhaltige und verantwortungsvolle Entwicklung des Baubestandes ist es notwendig nicht nur die verschiedenen Ansätze zu kennen sondern sich auch mit Themen des Recycling, Urban Mining und Stoffstromanalysen etc. auseinanderzusetzen.
 

Die Vorlesung Denkmalpflege ist daher diesen Themen entsprechend neu ausgerichtet worden: Neben klassischen denkmaltheoretischen und -praktischen Kenntnissen ist den Studierenden auch ein breiteres Argumentationsspektrum mit auf den Weg gegeben worden, welches bei der Diskussion um die nachhaltige Erhaltung von Gebäuden und größeren Bestanden unverzichtbar ist und auch ökonomische und ökologische Kriterien nicht außer Acht lässt.
 

Neben den theoretischen und praktischen Grundlagen der Denkmalpflege, welche im Rahmen der Vorlesung vermittelt werden, ist auch eine Übung zur verformungsgerechten Bauaufnahme Teil des Moduls „Bauen im historischen Kontext“
 

Die verformungsgerechte, händische Bauaufnahme ist eine der grundlegenden Methoden klassischer Bauforschung, die trotz der seit Jahren zunehmenden Möglichkeiten digitaler Vermessungstechniken nicht zu ersetzen ist. Im Rahmen verschiedener Bauaufnahmeübungen werden im Bachelorstudium Objekte im In- und Ausland vermessen und bauforscherisch untersucht. Die Neuausrichtung des Teilmoduls im Rahmen des QualiFIVE-Projektes hatte das Ziel die im Lehrplan festgeschriebenen Übungen um digitale Vermessungsmethoden zu erweitern. Hierzu wurde ein digitales Vermessungsgerätes (Tachymeter) bei der Bauaufnahmeübung im Sommersemester 2015 eingesetzt.
 

Durch die Vermittlung digitaler Vermessungsmethoden haben die Studierenden eine wichtige Zusatzqualifikation erhalten, welche Ihnen in der Praxis von Nutzen ist und auch neue Arbeitsfelder erschließen kann. Der Schwerpunkt des im Wintersemester 2015/16 durchgeführte Folgeprojektes lag auf der Dokumentation der neu definierten Lehrinhalte.