Projekt

Fakultät 12
TIP - Technik in der Pflege: Wir gestalten die Zukunft einer menschengerechten Pflege: interdisziplinär und menschenzentriert
Kategorie:
Projekt
Themengruppe:
Kompetenzfelder: forschend, nachhaltig, digital, unternehmerisch
AutorIn:
Florian Petri, Matthias Edler-Golla, Steve Strupeit
Jahr:
2015
Weiteres

Kooperation von FK 11 und FK 12.

Studiengänge: Design (BA), Pflege (BA)

Modul: Technik in der Pflege


 

 

Lernzielbeschreibung

Welche Kompetenzen sollen die Studierenden erwerben?

  • Einüben einer den aktuellen Ansprüchen des Arbeitsmarktes entsprechenden, professionellen, interdisziplinären Zusammenarbeit in Teams
  • Auseinandersetzung mit einem aktuellen, gesellschaftlich hoch relevanten Thema
  • Kennenlernen und Zusammenführen verschiedener Schwerpunkte (Design und Pflege sowie innerhalb des Designs Industriedesign, Interaction Design und Technisches Design)
  • Kennenlernen und Einüben eines aktuellen und praxisnahen Entwicklungsprozesses

 

Die Studierenden arbeiten:

  • interdisziplinär
  • projektbasiert
  • human centered
  • iterativ
  • agil
  • prototypisch
  • ergebnisorientiert

 

 

Beschreibung der durchgeführten Lehrinnovation

 

Interdisziplinäre, ergebnisoffene Bearbeitung des hochaktuellen Themas:

Wie will und kann eine immer größer werdende Gruppe von Pflegebedürftigen in Zukunft gepflegt werden – mit Unterstützung welcher aktuell oder zukünftig zur Verfügung stehende Technologie?

 

Das Projektmodul des Studiengangs Design wurde interdisziplinär weiterentwickelt mit entsprechender Anpassung der damit einhergehenden Arbeitsmethoden und Anforderungen an die Zusammenarbeit im Team.

 

Die Aufgabe: relevante, ganzheitliche, funktionsfähige, wirtschaftlich durchdachte und somit dem Menschen tatsächlich Nutzen bringende Lösungen erarbeiten.

 

Die zentrale Herausforderung: lag darin, die Lösungen nicht an der Akzeptanz der Menschen vorbei zu gestalten. Denn nur dann stellen sie eine echte Verbesserung dar.

 

Die Methode: Die Komplexität des Themas verlangte die Bearbeitung durch ein interdisziplinäres Projektteam, das durch die richtige Zusammensetzung innerhalb des Themenfeldes systematisch zu relevanten Ergebnissen kommt. Ermöglicht wurde diese Lehrinnovation durch eine sowohl innerfakultäre als auch fakultätsübergreifende Zusammenarbeit. Die Studierenden erfuhren Unterstützung und Beratung durch Lehrende mit unterschiedlichen Fachkompetenzen. Mittels Pear Learning vermittelten sich Design- und Pflege-Studierende in der Teamarbeit gegenseitig ihre berufsspezifischen Kompetenzen.

 

Vorgehen:

  • Einteilung von interdisziplinären Rechercheteams zu allen relevanten Recherchethemen
  • Technikrecherche zu Robotik und intelligenter Technik (Internet, Literatur,Exkursion Ars Electronica, Vortrag Roboterpsychologie, Besuch von Messen)
  • Recherche zum Thema Pflege (Observation, Interviews bei relevanten Zielgruppen)
  • Auswertung der Recherche, Insights, Pain Points und Opportunity Areas
  • gemeinsame Erarbeitung spezifischer Use Cases auf Basis der Rechercheergebnisse
  • Einteilung von interdisziplinären Projektteams zu den erarbeiteten Use Cases
  • Erarbeitung erster Konzepte für Use Cases in Form von Skizzen, Texten, Vormodellen, Prototypen
  • parallele Erstellung von Business Modellen für die Konzepte
  • Überprüfung der Konzepte in einer Zwischenpräsentation
  • weitere und finale Ausarbeitung der Konzepte in Form von Renderings, Animationen, Designmodellen, Prototypen, Postern und Beschreibungen
  • Präsentation
  • Ausstellung im Rahmen der Werkschau der Fakultät für Design im SoSe 2015

 

Beteiligte: Seiten der FK12 wurde das Projekt „Technik in der Pflege“ von Prof. Florian Petri und Prof. Matthias Edler-Golla unter dem Ansatz des „Human Centered Design“ durchgeführt. Zusätzlich zu dieser Herangehensweise brachten die beiden Lehrenden ihre Kompetenzen „Technisches Industriedesign“ und „Interaction Design“ in das Projekt ein. Mit Prof. Dr. Steve Strupeit von der FK11 war ein Experte für neue Entwicklungsfelder in der Pflege involviert. Vervollständigt wurde das Betreuerteam durch Mirko Franck vom SCE. Mirko Franck brachte durch seine Kompetenzen die unternehmerischen Aspekte in das Projekt ein.

 

 

HINTERGRUNDWISSEN ZUR RELEVANZ DES THEMAS

Ausschnitt aus der Projektbeschreibung:

 

„Laut Bundesgesundheitsministerium waren 2013 2,6 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig. 2030 werden es schon 3,5 Millionen sein. Fakt ist zudem, dass die deutsche Bevölkerung überaltert. So prognostiziert der jüngste Demografiebericht der Bundesregierung, dass 2060 jeder Dritte 65 Jahre oder älter sein wird. Wer aber soll sich um die wachsende Zahl der Pflegebedürftigen kümmern?

 

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