Projekt

Fakultät 01
Vergleich historischer und zeitgenössischer Referenzprojekte städtischen Wohnens in München und Mailand
Kategorie:
Projekt
Themengruppe:
Kompetenzfelder: interkulturell, forschend, nachhaltig
AutorIn:
Johannes Kappler
Jahr:
2015
Weiteres

Studiengang : Architektur

Modul: FWP-Seminar


 

Lernzielbeschreibung

Welche Kompetenzen sollten die Studierenden erwerben?

 

Die Studierenden

  • untersuchen das städtische Wohnen und vergleichen historische und zeitgenössische Referenzprojekte in München und Mailand
  • nehmen kulturelle Unterschiede wahr und entwickeln ein stärkeres Bewusstsein für ihr eigenes Umfeld
  • sammeln länderspezifische Erfahrungen und gewinnen interkulturelle Kompetenz
  • entwickeln ein Bewusstsein für die Bedeutung des Wohnmilieus im Kontext der jeweiligen Entwurfsaufgaben

 

Hintergrund

 

Beide Städte zeigen zurzeit eine ähnlich starke Wachstumsdynamik im Bereich des Städte- und Wohnungsbaus. Sowohl in Mailand als auch in München finden sich vor allem in der Nachkriegsepoche, aber auch in der Gegenwart hervorragende Beispiele innovativer Wohnbautypologien, die bisher noch nicht umfangreich untersucht wurden.

 

Die Studierenden reflektierten die Gründe für die Zukunftsfähigkeit bestimmter Wohntypologien in ihrem ökonomischen, ökologischen und sozio-kulturellen Kontext. Sie untersuchten die Auswirkungen der gesellschaftlichen Lebensverhältnisse für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Abhängigkeit von globalen und lokalen Phänomenen.

 

Die Studierenden arbeiteten in einem für sie bisher unbekannten Kontext. Dadurch nahmen sie kulturelle Unterschiede wahr und entwickelten gleichzeitig ein stärkeres Bewusstsein für ihr eigenes Umfeld. Sie erkannten die Bedeutung des kulturellen Umfelds für das städtische Wohnen als eine zentrale Frage der Architektur. Sie sammelten länderspezifische Erfahrungen und gewannen interkulturelle Kompetenz im Hinblick auf ihre zukünftige Tätigkeit auf einem zunehmend internationalen Arbeitsmarkt für Architektinnen und Architekten.

 

Die Thematisierung der kulturellen Unterschiede des städtischen Wohnens in Europa lässt sich zukünftig auch auf andere Regionen übertragen. Sie führt langfristig zu einem stärkeren Bewusstsein der Studierenden für die Bedeutung des Wohnmilieus im Kontext der jeweiligen Entwurfsaufgaben.

 

Beschreibung der durchgeführten Lehrinnovation

 

Die Kompetenzen der Studierenden wurden durch die Herstellung eines direkten Zusammenhangs von Theorie (seminaristischer Vor- und Nachbereitung) und Recherchen vor Ort geschult. Das Lehrprojekt begann mit einer Einstiegsübung, in der jeder Studierende seine eigene Wohnbiographie reflektierte. Es folgten Impulsvorträge zum Thema des städtischen Wohnens unter Einbeziehung verschiedener Akteure. Eine Exkursion nach Mailand bot die Gelegenheit die im Seminar zu analysierenden Projekte vor Ort zu besichtigen und die Auswirkungen kultureller Rahmenbedingungen auf die Architektur von Wohngebäuden durch die individuelle Wahrnehmung zu entdecken. In gleicher Weise wurden Wohnbauprojekte in München untersucht und zeichnerisch dokumentiert. Die Ergebnisse werden als Best-Practice Beispiele dokumentiert und können somit als Anregung auch von anderen Studierenden genutzt werden.

 

Erfahrungen

 

Die starke Nachfrage bei der Kursauswahl zeigt das Interesse der Studierenden an Modulen, die fachspezifische Themen praxisnah im internationalen Kontext behandeln. Dieses Bild ergibt sich auch aus der positiven Evaluierung der Lehrveranstaltung am Semesterende. In diesem Zusammenhang sind folgende Kommentare der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu nennen:

 

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