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Projekt

Fakultät 12
Entwicklung autarker Ladesäulen für Mobilgeräte: Upcycled Charging Tree - Südafrika
Kategorie:
Projekt
Themengruppe:
Kompetenzfelder: nachhaltig, interkulturell
AutorIn:
Jahr:
2015
Weiteres

Kooperation zwischen Designern in München und Elektrotechnikern in Kapstadt


LERNZIELE:

Kompetenzfelder: Nachhaltig, Interkulturell

* Erlernen interkultureller Kompetenzen durch den persönlichen Kontakt zu den Professoren und Studierenden der Hochschule in Südafrika.

* Training der Zusammenarbeit mit den afrikanischen Elektroingenieuren.

* Problemorientiertes Arbeiten an einem Thema, dass sich außerhalb des eigenen Erfahrungsraums stellt.

* Erarbeiten von Entwurfsstrategien um relevante und nachhaltige Lösungsvorschläge zu generieren.

* Kennenlernen von entscheidenden Fragestellungen und fachspezifischen Vorgaben einer charakteristischen Entwicklungsregion.

* Selbstständige teambezogen Organisation eines komplexen Projekts bis zur Realisation.

* Umsetzung von Erkenntnissen in eine nachhaltige, praxisgerechte und materialgerechte Gestaltung.

* Vermittlung der Projektergebnisse gegenüber hochrangigen Regierungsvertretern aus Südafrika.

ABLAUF:

Das Projektthema einer autarken Ladesäule für mobile elektronische Geräte wurde von der elektrotechnischen Fakultät der CPUT an die Fakultät für Design herangetragen. Damit war der Arbeitsprozess vergleichbar mit einer Auftragssituation. Die Studierenden recherchierten alle relevanten Vorgaben und Fakten für das Projekt. Via Skype führten sie Interviews mit unterschiedlichen Spezialisten in Afrika. Vor der 10 tägigen Reise nach Kapstadt wurden drei Designentwürfe ausgearbeitet. Damit war es möglich mit Studierenden der elektrotechnischen Fakultät der CPUT die bestmögliche Lösung zu diskutieren und festzulegen. Die Auswahlkriterien der Menschen vor Ort waren besonders lehrreich und wichtig. Zurück in Deutschland wurde die finale Konstruktion des favorisierten Designentwurfs entwickelt und ein 1:1 Prototyp gebaut. Als Abschluss wurde das Gesamtkonzept der Premierministerin Helen Zille und den Professoren der CPUT in München präsentiert. Besonders große Anerkennung bekam der Prototyp, der auf dem Campus der CPUT aufgestellt werden soll. Durch den engen Kontakt mit allen Stakeholdern und den tiefen Einblick in die Kultur Afrikas konnten die Studierenden die Relevanz ihrer Arbeit besonders gut reflektieren.

ERFAHRUNGEN:

Um innerhalb eines Semesters das komplette Projekt bis zum Prototypen erfolgreich durchzuführen mussten alle beteiligten Studierenden als ein großes Team arbeiten. Auch wenn jeder Studierende aufgefordert war eigene Gestaltungsvorschläge einzubringen, konnte nur ein Entwurfskonzept umgesetzt werden. Dieser Prozess verlangte hohe Kompromissfähigkeit und Anerkennung der besonderen Kompetenzen der jeweiligen Teammitglieder. Dabei erwies sich die Mischung von Kommunikations- und Industriedesignern als besonders hilfreich. So war es möglich ganzheitlich alle Herausforderungen anzugehen und zu lösen. Der persönliche Kontakt zu den Elektroingenieuren aus Südafrika garantierte Praktikabilität und Nutzerfreundlichkeit des neuen Produkts. Viele Lösungen entstanden erst vor Ort in Kapstadt und im direkten Austausch mit den dort lebenden Menschen.

Ein Projekt von Anfang bis zum Ende im Team erfolgreich durchzuführen war das eigentliche Lernziel. Dabei stellten sich viele Hindernisse in den Weg, die gemeinsam überwunden werden mussten. Besonders die interdisziplinären und interkulturellen Erfahrungen sind besonders wertvoll. Teamfähigkeit, kommunikative Kompetenzen, Kreativität und selbstständiges Denken werden so trainiert. Der große Erfolg und die Anerkennung der Ergebnisse resultieren in Stolz und Selbstbewusstsein gegenüber den eigenen Fähigkeiten.

„Die Möglichkeit interkulturell an einem relevanten Thema zu arbeiten ist besonders spannend. Dabei ist der Kontakt vor Ort und das Gespräch mit den Menschen entscheidend, um die richtigen Lösungswege einschlagen zu können. Es ist faszinierend wie schnell sich Studierende aus so unterschiedlichen Kulturen anfreunden und mit großer Empathie für die gleiche Sache kämpfen.“

ERFAHRUNG DER STUDENTEN:

Student Fynn Eckstein

"Das Projekt war ein voller Erfolg, besonders die Möglichkeit sich persönlich einen Eindruck von den örtlichen Begebenheiten und Lebensweisen zu machen und der Austausch mit Studenten der Cape Peninsula University of Technology haben gezeigt wie wichtig es ist als Designer die lokalen Gegebenheiten und Lebensweisen in den Entwurfsprozess mit einzubeziehen. Aber auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Fakultät zwischen Kommunikationsdesignern und Industriedesignern hat gut funktioniert und man konnte so zum Schluss ein tolles Gesamtpaket präsentieren.“

Fotografien alle von Prof. Naumann