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Zukunft der Berglandwirtschaft

Erwartungen und Perspektiven junger Bäuerinnen und Bauern und Folgerungen für die EUSALP

Prof. Dr. Thomas Bausch
Fakultät für Tourismus


Die Landwirtschaft im Alpenraum ist vielfältig, traditionsreich und wertvoll für die Artenvielfalt der Bergwelt. Gleichzeitig ist die Zukunft der alpinen Landwirtschaft oft von Unsicherheit geprägt. Hofnachfolger und Hofnachfolgerinnen sind mit der Entscheidung konfrontiert, zu bleiben um einen Betrieb zu übernehmen oder die Region aufgrund mangelnder Zukunftsperspektiven zu verlassen.


Die alpenländische Berglandwirtschaft dient nicht nur als Grundlage für Biodiversität und Tradition, sondern trägt auch in vielen Bereichen des Alpenraums wesentlich zur regionalen Wertschöpfung bei. Die Kontinuität der Landwirtschaft in den Alpen ist nur möglich, wenn es genügend gut ausgebildete Bergbauern und -bäuerinnen sowie Hofnachfolger und Hofnachfolgerinnen der nächsten Generation gibt, die motiviert sind, die Betriebe ihrer Familien zu übernehmen und gleichzeitig Entwicklungsmöglichkeiten im Alpenraum erkennen.


Moderne Technologie und Tradition: Selfie vor einer Berghütte, Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Quelle: http://www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft/berglandwirtschaft/150915/index.php
Moderne Technologie und Tradition: Selfie vor einer Berghütte, Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Quelle: http://www.stmelf.bayern.de/landwirtschaft/berglandwirtschaft/150915/index.php

Im Rahmen der EUSALP-Präsidentschaft im Jahr 2017 hat das bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ein innovatives, zukunftsweisendes Projekt ins Leben gerufen, das in Zusammenarbeit mit der Hochschule München, Fakultät für Tourismus, umgesetzt wird. Diese alpenweite Studie bringt Hofnachfolger und Hofnachfolgerinnen, junge Erwachsene, die im Berggebiet leben, und Experten des Alpenraums zusammen, um die großen Herausforderungen wie regionaler Wettbewerb, Vitalität der ländlichen Alpenregionen, Hofübernahme und Möglichkeiten der Einkommensdiversifizierung zu diskutieren.


Als qualitativer Forschungsansatz werden Experteninterviews und –workshops, sowie Fokusgruppengespräche mit bis zu 10 Teilnehmern und Teilnehmerinnen durchgeführt. Die Gesprächsrunden finden in 11 Alpenregionen statt und werden mithilfe von lokalen Verbänden und Partnern umgesetzt. Durch die aktive Beteiligung der nächsten Generation innerhalb der Fokusgruppen können Zukunftsaussichten der jungen Menschen im Alpenraum und neue Ideen erforscht werden, wie beispielsweise innovative Vermarktungsstrategien, sektorenübergreifende Kooperationen, neue Arbeitsmodelle oder Möglichkeiten hinsichtlich sekundärer Einkommensquellen. Die kleinen Gesprächsrunden erlauben einen intensiven Meinungs- und Gedankenaustausch zwischen jungen Menschen im Alpenraum, deren Ergebnisse später von Experten diskutiert und in strategischen Konzepten zusammengefasst werden.


Das Ziel der Untersuchung ist es, Anforderungen und Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Berglandwirtschaft und lebenswerte ländliche Räume in einem systematischen Dialog mit der jungen Generation im Alpenraum zu formulieren, sowie mit anderen Regionen auszutauschen. Hierbei stehen die Ansichten und Zukunftsoptionen, die die „Next Generation“ für sich selbst identifizieren kann, im Mittelpunkt. Der Ansatz ist thematisch breit gewählt und es sollen bewusst auch Fragen zu den Rahmenbedingungen zum Leben und Wirtschaften in ländlichen, alpinen Räumen angesprochen werden. Das Projekt zielt darauf ab, politische Empfehlungen auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene zu erarbeiten, die für die jungen Landwirte im Alpenraum von Bedeutung sind, indem sie die alpine Landwirtschaft in Bezug auf Einkommen und Lebensqualität lebenswert machen. Eine Ergebnispräsentation auf einer internationalen Konferenz schließt das Projekt ab.


Laufzeit:
01.10.2017 - 31.09.2019


Zuwendungsgeber und Projektträger:
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten


Ansprechpartner

Prof. Dr. Thomas Bausch
Raum: S 312

Tel.: 089 1265-2128
Fax: 089 1265-2109

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Regina Mack
Raum: S 312

Tel.: 089 1265-2164
Fax: 089 1265-2109

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