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Klimawandel-Governance

Prozessgestaltung und Steuerung von Klimawandelanpassung in kleinen bayerischen Gemeinden

Prof. Dr. Thomas Bausch
Fakultät für Tourismus


Der Klimawandel ist einer von vielen Veränderungsfaktoren, denen Kommunen ausgesetzt sind. Eine systematische Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist aber dauerhaft nur dann zu leisten, wenn die Betroffenheit auch frühzeitig erkannt wird, geeignete Maßnahmen ergriffen und diese zielführend in die kommunalen Gestaltungsprozesse eingebracht werden. Die Frage, wie die Anpassungsmaßnahmen unter Berücksichtigung aller Betroffenen realisiert werden können und welche Akteure in die Entscheidungsfindung und deren Umsetzung einbezogen werden müssen, stellt insbesondere kleine Kommunen vor große Herausforderungen.


Das Projektteam der Hochschule München hat sich zum Ziel gesetzt, die Hürden und Erfolgsfaktoren von Klimawandel-Governance speziell in kleinen Kommunen zu untersuchen. Von besonderem Interesse ist dabei die Frage, wie die kommunalen Gestaltungsprozesse gesteuert werden müssen, damit sie bei allen gesellschaftlichen Gruppen mehrheitlich auf Akzeptanz stoßen.


Das Projekt beinhaltete drei Arbeitspakete:

  • Arbeitspaket 1: Grundlagenuntersuchung in allen bayerischen Kommunen mit weniger als 20.000 Einwohnern (ca. 1.840 Gemeinden) zur Erfassung der derzeitigen Gestaltungspraxis von Klimawandelanpassung in kleinen Gemeinden.
     
  • Arbeitspaket 2: Fallstudien in den bayerischen Pilotgemeinden Schwindegg und Mittenwald. Schwerpunkt in Schwindegg bildet die Umsetzung eines klimaangepassten Flächennutzungsplans. Im Markt Mittenwald muss sich insbesondere das Skigebiet am Hohen Kranzberg den Herausforderungen mangelnder Schneesicherheit und zunehmender Temperaturschwankungen stellen. Ziel ist die Neuaufstellung eines ganzjährig ausgerichteten Zukunftskonzeptes zur Anpassung der touristischen Angebote und der erforderlichen Infrastruktur an die durch den Klimawandel veränderten Rahmenbedingungen.
     
  • Arbeitspaket 3: Schlussfolgerungen für anpassungsoffene Gestaltungsprozesse und deren Steuerung in kleinen Kommunen. Die konkreten Handlungsempfehlungen werden mit Experten und Bürgermeistern im Rahmen von Expertenworkshops auf ihre Anwendbarkeit diskutiert.


Das Projekt knüpft unmittelbar an die Projektergebnisse aus C3-Alps / Klimacheck an.


Das Forschungsprojekt wurde von 2015 bis 2017 durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) gefördert.