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Forschungsprojekt MobTest

Mobiler Testpunkt zur Kanalklassifikation in Mobilfunknetzen

Prof. Dr. Michael Dippold
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik


Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Werkzeugs zur detaillierten klassifizierenden Beschreibung von Funkkanälen in Mobilfunknetzen in nahezu Echtzeit. Dazu soll ein Prototyp eines Testpunktes für die bestehende Produktpalette der Fa. Keynote-Sigos entwickelt werden. Bei positivem Ergebnis möchte die Fa. Keynote-Sigos dann ein entsprechendes Produkt bauen und anbieten. In einer zentralen Netzeinheit (z.B. Netzmanagement Center (OMC)) werden Testpakete erstellt und gesendet. Im Mobilfunkkanal werden die Signale je nach Charakteristik des Kanals gestört und verzögert. Bestimmte Merkmale des empfangenen Signals werden vom Testpunkt benutzt, um die aktuelle Kanalcharakteristik, soweit sie zu Störungen führt, zu beschreiben. Unter Einbeziehung von in einer kleinen Datenbank gespeicherten Kanalmodellen, die ebenfalls Gegenstand der geplanten Entwicklung ist, wird dann der Kanal automatisch klassifiziert und das Ergebnis an das OMC zurück geschickt. Im Labor der Hochschule München ist eine Teststrecke mit Hilfe eines Funkkanal-Emulators, die einen Mobilfunkanschluss simuliert, aufzubauen. Basierend auf Vorarbeiten ist die Kanalschätzung zu optimieren und ein Werkzeug zur Klassifikation des Funkkanals (Kanalschätzer) zu realisieren. Die anfänglich angelegte


Datenbank mit Kanalmodellen wird auf eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle ausgebaut. Die Auswerteeinheit im Empfänger greift auf diese Modelle zu und ermittelt dasjenige, das zu dem aus den aktuellen Messungen abgeleiteten Modell den geringsten Abstand (entsprechend einer speziellen Metrik) aufweist. Dies soll für den Standard UMTS erfolgen. Der Einfluss des Abstandes der Testpakete, die vom sendeseitigen Server geschickt werden, und des Scheduling (Netzlast) auf die Statistik der charakteristischen Merkmale des Empfaängersignals (i.w. Fehlersequenzen der Schicht-2/3-Pakete nach dem ISO Schichtenmodell der Kommunikation) ist auszwerten. Ergebnisse aus Messungen in einem Testnetz sind einzuarbeiten. Die für den Standard UMTS entwickelten Verfahren sollen für den Standard UMTS-HSPA+ erweitert und angepasst werden. Hierzu muss auch die Teststrecke entsprechend nachgerüstet werden.


Kooperationspartner war:
Keynote SIGOS GmbH, Nürnberg


Das Forschungsprojekt wurde vom 01.10.2012 bis 30.09.2014 durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gefördert.