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ARIEL

Air Traffic Resilience - Teilvorhaben: Cyber-Bedrohung aus Sicht der Flugführung

Prof. Dr.-Ing. Alexander Knoll
Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeugtechnik, Flugzeugtechnik


Gemeinsam mit den Partnern werden ungewollte Eingriffsmöglichkeiten auf den Luftverkehr untersucht. Diese Bedrohungen können sowohl durch natürliche Einflüsse, z.B. Sonnenstürme, als auch absichtlich herbeigeführt sein. Durch die zunehmende Vernetzung, die Einbindung von embedded Systemen etc. nimmt insbesondere die Gefährdung durch Cyber-Angriffe zu.


ARIEL hat die Aufgabe Bedrohungen mittels eines ganzheitlichen Ansatzes zu untersuchen. Die Hochschule München übernimmt dabei die Beschreibung der relevanten Flugzeugsysteme und der operationellen Abläufe. Anhand dessen ergeben sich mögliche Schwachstellen. Danach vergleicht die HM die Gefährdungspotentiale, die von den unterschiedlichen Eingriffen ausgehen. Zusammen mit Täterprofilen ergeben sich Wahrscheinlichkeiten für die Bedrohungen. Letztlich werden Handlungsempfehlungen abgeleitet.


Im Rahmen des Vorhabens erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den Projektpartnern. Die HM deckt die Fragestellung der Flugzeughersteller bzw der Betreiber ab. Zunächst werden relevante Szenarien beschrieben, die jeweils den aktuellen Zustand wie auch zukünftige Entwicklungen abdecken sollen. Daraus ergeben sich gefährdete Systeme bzw. Eingriffsmöglichkeiten. Abhängig von den Zielen und Fähigkeiten der Täter lassen sich somit besonders gefähdeteSysteme und Abläufe identifizieren. Parallel dazu untersuchen die Partner die IT-technischenZusammenhänge im Detail. Am Ende münden die Ergebnisse des Projekts in Handlungsempfehlungen.


Anhand der Ergebnisse wird der Handlungsbedarf aus Sicht der einzelnen Beteiligten erkennbar. Dies kann zu neuen Randbe-dingungen für Luftfahrt- und Avionik-Hersteller führen, genauso wie zu veränderten operationellen Abläufen. Deutsche Unter-nehmen profitieren davon, in dem bei neuen Produkten bereits frühzeitig Vorkehrungen getroffen werden können. Daneben besteht die Möglichkeit für beratende Tätigkeiten im Bereich der Cyber-Security in der Luftfahrt. Die HM hat duch ihre Feder-führung bei den Handlungsempfehlungen eine zentrale Aufgabe.


Das Forschungsprojekt wurde vom 01.01.2015 bis 31.12.2016 durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gefördert.


Projektpartner waren:

  • Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH, IABG, Ottobrunn
  • Airbus Defence and Space GmbH, Ottobrunn
  • DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen
  • Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V., München
  • Universität der Bundeswehr München, Neubiberg
  • Bauhaus Luftfahrt e. V., Ottobrunn
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V., Köln