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HUSSA - Humanspurensuche und -analyse

Prof. Dr. Peter Leibl
Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik


Ausgangssituation:
Es soll eine Lösung entwickelt werden, mit der berührungslos latente Fingerspuren in besonderen polizeilichen Situationen sichtbar gemacht werden.
Nach optischer Erfassung der Spur soll die Charakteristik drahtlos der zuständigen Behörde übermittelt werden, damit die Auswertung innerhalb sehr kurzer Zeit erfolgen kann.


Physikalisch-chemischer Lösungsansatz:
Bei jeder Berührung eines Gegenstandes, hinterlassen die Papillarleisten, z. B. die eines Fingers, die typischen Fingerabdruckmuster, die im Allgemeinen unsichtbar sind. Eine Oberfläche mit vermeintlich latent vorhandenen Fingerabdrücken soll, z. B. mit Cyanacrylat bedampft werden.
Aminosäuren und H2O aufgrund einer OH-Reaktion mit Cyanacrylat in Form eines weißen Niederschlags. Die nun sichtbar gemachten Spuren der Papillarlinien werden optisch erfasst und nach Datentransfer mit einer Datenbank verglichen.


Optischer Lösungsansatz:
Ein latenter Fingerabdruck wird beleuchtet und das reflektierte Licht entsprechend aufbereitet sowie dieses dann von einer Kamera aufgenommen. Dadurch kann der Fingerabdruck berührungslos sichtbar gemacht werden und gleichzeitig wird ein Bild des Abdruckes erstellt.


Ziel:
Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird eine Einheit entwickelt, die das Auffinden und Sichern von daktyloskopischen Spuren ferngesteuert und automatisiert gewährleistet.
Dabei muss sowohl von einem Indoor- als auch einem Outdoor-Einsatz mit allen denkbaren Umwelteinflüssen ausgegangen werden.
Der Einsatz dieser Neuentwicklung soll auch als Add-on auf einem mobilen Roboter verwendet werden können.


Das Forschungsprojekt wurde von 2012 bis 2015 durch die Bayerische Forschungsstiftung gefördert.