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MINT-Strategien 4.0

Strategien zur Gewinnung von Frauen für MINT-Berufe an Hochschulen für angewandte Wissenschaften

Prof. Dr. Elke Wolf
Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen


Das Projekt hat das Ziel, MINT-Projekte für junge Frauen zur Studien- und Berufswahl an Hochschulen für angewandte Wissenschaften weiter zu entwickeln, damit sich die Anteile von Frauen in MINT-Studiengängen erhöhen. Zur besseren Integration von Frauen in Studiengänge der Informationstechnologie ist eine Veränderung der klassischen, männlich geprägten Fachkulturen wichtig. Deshalb zielen wir auf die Entwicklung von Projekten zur Stärkung der Genderkompetenz von Dozierenden in den Fächerkulturen ab. Darüber hinaus trägt das Projekt dazu bei, die Konzeptionen von Projekten stärker an die vielfältigen Bedarfe und Lebenswelten von Schülerinnen und Studentinnen, etwa mit Migrationsgeschichte oder mit Fürsorgeverantwortung, anzupassen. Weiterhin dient das Projekt der Verbesserung des lückenhaften Wissens über die Wirksamkeit von MINT-Projekten, da dies die Voraussetzung zur Optimierung der Projekte ist.


Zur Erreichung der Ziele wird das Verbundprojekt in drei Teilprojekte unterteilt: In Teilprojekt A werden konzeptionelle Grundlagen für hochschulische Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in MINT-Berufen bzw. Initiierung eines Wandels der Fachkulturen in den Informationstechnologien formuliert. Diese basieren auf der Auseinandersetzung mit Theorien der Gender-, Berufswahl- und Hochschulforschung sowie den qualitativen Befragungen von Studentinnen, MINT-Projektleiter_innen und Dozierenden. Teilprojekt B fokussiert auf die Verbesserung der empirischen Evidenz zum Erfolg von MINT-Projekten. Hierfür werden, nach einer Bestandsaufnahme von Evaluationen von MINT-Projekten, best-practice Evaluationen von MINT-Schülerinnenprojekten durchgeführt. Langfristig sollen die Projektverantwortlichen von MINT-Projekten in die Lage versetzt werden, eigenständig belastbare Evaluationen durchzuführen. In Teilprojekt C erfolgt der Transfer der Forschungsergebnisse in Forschung und Praxis.


Die Verwertung der Ergebnisse entspricht dem vielschichtigen Projektdesign und adressiert diverse Zielgruppen aus Wissenschaft und Praxis. So gehen durch die wissenschaftlichen Analysen und empirischen Erhebungen neue Impulse in die Fach-Diskurse der MINT-, Gender- und Evaluationsforschung ein. Hierfür werden wissenschaftliche Publikationen vorgelegt, Fachvorträge gehalten sowie Debatten im Expert_innen-Workshop und auf der Abschlusstagung geführt. Schülerinnen und Studentinnen können infolge der Projektergebnisse passgenauere MINT-Angebote zur Stärkung ihrer Potentiale und zur Reflexion über innovations- und zukunftsträchtige Berufe im Bereich der Digitalisierung nutzen. Zum Transfer in die Praxis der Gleichstellungsarbeit dienen die Handreichungen (z.B. Leitlinien zur Konzeption bzw. Evaluation von MINT-Projekten), der Expert_innen-Workshop, die Projekthomepage sowie die Abschlusstagung und der Abschlussbericht des Projekts. Hiermit werden praxistaugliche Hilfestellungen für die Weiterentwicklung der Konzeptionen und die Durchführung von Evaluationen bestehender MINT-Projekte geschaffen, so dass Gleichstellungs-/Frauenbeauftragte, MINT-Projektleiter_innen direkt von den Projektergebnissen profitieren können. Durch das didaktische Modellprojekt erhalten Lehrende der Informationstechnologien ein Angebot, das eine geschlechtergerechte Haltung und Interaktion in den Fachkulturen fördern soll.


Laufzeit:
01.11.2017 - 31.10.2020


Zuwendungsgeber:
Das Projekt "MINT-Strategien 4.0 - Strategien zur Gewinnung von Frauen für MINT-Studiengänge an Hochschulen für angewandte Wissenschaften" wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter den Förderkennzeichen 01FP1714 und 01FP1715 gefördert.


Projektpartnerin:
Prof. Dr. Clarissa Rudolph, Fakultät für Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg


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