Neues Projekt an der Hochschule München

Forschungsschwerpunkt CORSNAV

Ökologische Mechanismen bei der Veränderung von Diversität entlang von Landnutzungsgradienten in temperaten Wäldern – vom Baum zur Waldlandschaft - BEO


Prof. Dr. Peter Krzystek
Fakultät für Geoinformation


Was ist die treibende Kraft hinter der ökologischen Vielfalt in Wäldern?


Bis heute ist die Wirkung von Waldstrukturen auf eine breite Biodiversität im Wald kaum verstanden. Obwohl man zum Beispiel schon seit längerer Zeit weiß, dass die Vogel-Diversität mit steigender vertikaler Heterogenität des Waldes ansteigt, wurden kaum konzeptionelle Fortschritte gemacht. Für viele Waldbereiche ist noch nicht einmal geklärt, ob eher die Struktur eines Waldes oder die Artenzusammensetzung der Vegetation entscheidender ist. Da aber Waldmanagement fundamental die Struktur von Wäldern verändert, ist das Wissen um die Rolle der Waldstruktur als Treiber der Artenvielfalt essentiell, insbesondere wenn bei der Forstnutzung Biodiversität gefördert werden soll.


Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „Ökologische Mechanismen bei der Veränderung von Diversität entlang von Landnutzungsgradienten in temperaten Wäldern – vom Baum zur Waldlandschaft“ will nun im Rahmen des Forschungsschwerpunktes CORSNAV an der Hochschule München den Zusammenhang zwischen der Struktur eines Waldes und dessen biologischer Diversität herstellen.


Struktur und Vielfalt: Zusammenhänge finden


Fortschritte in den letzten Jahren in der Fernerkundung und der Entwicklung von Eigenschaftsdatenbanken und Stammbäumen auch für artenreiche Gruppen wie Insekten und Pilze eröffnen heute neue Möglichkeiten. Die Biodiversitäts-Exploratorien stellen hier eine ideale und global einmalige Forschungsplattform dar, um die Rolle von Waldstruktur, geformt von der Landnutzung in temperaten Wäldern zu erforschen.


Zusammen mit dem Nationalpark Bayerischer Wald, der Universität Würzburg (Gesamtprojektleiter Prof. Dr. Jörg Müller) und dem Max-Planck-Institut (MPI) Jena (Dr. Shaun Levick), widmet sich Prof. Dr. Peter Krzystek, Fakultät für Geoinformation der Hochschule München, der Identifikation der wichtigsten Treiber für Biodiversität in temperaten Wäldern. In gemeinschaftlicher Projektarbeit sollen die Mechanismen hinter der Veränderung in der Artenzusammensetzung verstanden werden und eine Rahmenstruktur für die Beziehung der 3-D-Struktur und der Biodiversität erstellt werden.


Das CORSNAV Team soll dabei insbesondere die speziellen Algorithmen zur Berechnung von Einzelbäumen sowie liegendem und stehendem Totholz aus LiDAR-Daten und optischen (optische Daten) auf die in dem Forschungsprojekt verfügbaren Datensätze anwenden.


Stehendes Totholz im Nationalpark Bayerischer Wald (Foto: NationalparkBayerischer Wald)
Stehendes Totholz im Nationalpark Bayerischer Wald (Foto: NationalparkBayerischer Wald)

Laufzeit
01.04.2017 - 31.03.2020


Zuwendungsgeber/Projektträger
Deutsche Forschungsgemeinschaft, DFG


Projektpartner
Universität Würzburg
Max-Planck-Institut, Jena
Nationalpark Bayerischer Wald


Ansprechpartner

Prof. Dr. Peter Krzystek
Raum: F 303

Tel.: 089 1265-2617
Fax: 089 1265-2698

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