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Verbesserung der Versorgungsqualität in Einrichtungen der stationären Altenhilfe durch organisationales Lernen


Prof. Dr. rer. medic. Astrid Herold-Majumdar
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften


Einleitung:
Der Erhalt von Autonomie und Selbstbestimmung in stationären Pflegeeinrichtungen ist ein häufig diskutiertes Thema in der Gesellschaft und wird vielfach bemängelt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die vorherrschende Organisationskultur in den Pflegeeinrichtungen und die Mitwirkungsmöglichkeiten der BewohnerInnen und Pflegenden entscheidenden Einfluss auf ein selbstbestimmtes und autonomes Leben der Pflegebedürftigen haben.


Ziel:
Das Projekt zielt auf die Verbesserung der Lebensqualität von BewohnerInnen in stationären Pflegeheimen durch die Stärkung ihrer Teilhabe und Autonomie. Mit Hilfe eines organisationalen Lernprozesses, der auf die Förderung der Selbstständigkeit und Autonomie der Pflegenden ausgerichtet ist, soll dieses Ziel erreicht werden. Dabei wird von der Annahme ausgegangen, dass die Förderung der Teilhabefähigkeit und Autonomie der BewohnerInnen das Erleben von Selbstständigkeit und autonome Entscheidungsspielräume voraussetzt.


Interventionen:
Durch zwei aufeinander bezogene Interventionen soll das vorgegebene Ziel erreicht werden:


1. Schulung und Implementierung von kollegialer Beratung, in der die Pflegenden fachliche und organisationale Fragestellungen diskutieren und selbständig lösen.


2. Schulung der in der Pflege Tätigen zum Themenfeld Förderung der Selbstständig- keit, Teilhabefähigkeit und Autonomie der Bewohnerinnen.


Methodisches Vorgehen:
Es wird ein Vorher-Nachher-Design zur summativen Evaluation eingesetzt. Zur Daten- erhebung werden qualitative (Beobachtungen, Interviews, Gruppendiskussionen) und quantitative Erhebungsmethoden (standardisierte Fragebögen, Dokumenten- analyse, Beobachtung) eingesetzt. Teilnehmende Personen sind Leitungen der Einrichtungen, Pflegende, MitarbeiterInnen des Sozialdienstes, BewohnerInnen, Angehörige und ehrenamtlich Tätige.


Schlussfolgerung:
Aus den Ergebnissen des Projektes können Empfehlungen zu geeigneten Interven- tionsstrategien, welche die Lebensqualität, Selbstständigkeit, Autonomie und Teilhabe von BewohnerInnen in Pflegeeinrichtungen beeinflussen, abgeleitet werden. Auch können Empfehlungen an die Einrichtungen, zur Veränderung der Organisations- kultur und Mitwirkungsmöglichkeiten der Pflegenden gegeben werden. Des Weiteren werden Erkenntnisse zu organisationalen Lernprozessen in stationären Pflegeeinrichtungen und der Wirkung der Interventionen erschlossen.


Laufzeit:
15.02.2016 - 14.02.2019


Zuwendungsgeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung - Förderrichtlinie SILQUA-FH


Projektträger:
VDI Technologiezentrum GmbH, Düsseldorf


Verbundpartner:
Katholische Hochschule Mainz


Projektpartner:
Pichlmayr Wohn- und Pflegeheime GmbH


Ansprechpartner

Prof. Dr. rer. medic. Astrid Herold-Majumdar
Raum: KE 027

Tel.: 089 1265-2272
Fax: 089 1265-2330

Wiss. Mitarbeiter

Arne Buß
Raum: KO 348

Tel.: 089 1265-2287
Fax: 089 1265-2330

Pavo Marijic
Raum: KO 348

Tel.: 089 1265-2287
Fax: 089 1265-2330