Twin Mikro

Entwicklung von Doppelmikrofonen und Signalverarbeitungsmethoden zur Schallaufnahme in Mobiltelefonen


Prof. Dr. Gregor Feiertag
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, 4


Inzwischen werden in vielen Mobiltelefonen zwei oder mehr Mikrofone verwendet.
Damit kann, durch geeignete Verfahren zur Störgeräuschunterdrückung, die Sprachqualität beim Telefonieren signifikant verbessert werden. Insbesondere beim Telefonieren in starkem Umgebungslärm, unter dem Einfluss von Windgeräuschen, beim Freisprechen und bei Videoaufnahmen ist die Qualität der Schallaufnahme aber immer noch unbefriedigend. Die Aufnahme von Raumklang, die in digitalen Videokameras Stand der Technik darstellt, ist zur Zeit mit Mobiltelefonen noch nicht möglich.


Hier gibt es erhebliches Verbesserungspotential mit einem Nutzen, der für die Endkunden deutlich hörbar ist. Im Projekt twinMikro entwickeln deshalb die
EPCOS AG, das Fraunhofer IIS, und die Hochschule München Mikrofone und Methoden zur hochqualitativen Schallaufnahme mit MEMS Mikrofonen. Dazu wird untersucht, welche Anordnungen (Topologien) von zwei oder mehr Mikrofonen für hochqualitative Schallaufzeichnungen geeignet sind und welche Anforderungen sich dadurch für die Mikrofone ergeben. Im Projekt werden verschiedene Mikrofonanordnungen und entsprechende Verfahren der digitalen Signalverarbeitung für Mobiltelefone entwickelt, die für eine signifikant verbesserte, hochqualitative Schallaufzeichnung in den wichtigsten Anwendungsfällen Hörermodus, Freisprechen und Videoaufnahme besonders geeignet sind.


Ziel:
Die Integration von mehreren Mikrofonen in ein Mobiltelefon kann mit Doppelmikrofonen, bestehend aus zwei eng benachbarten Mikrofonen, erreicht werden. Für diese sind neue Gehäusetechnologien und spezifische Herstellungsprozesse notwendig. Darüber hinaus werden im Projekt die elektroakustischen Eigenschaften der MEMS Mikrofone verbessert. Dies soll unter Berücksichtigung der im Projekt gewonnenen Erkenntnisse bzgl. den Anforderungen des Gesamtsystems, bestehend aus der Mikrofon-Topologie und den entsprechenden anwendungsspezifischen Verfahren der Signalverarbeitung, vorgenommen werden.


Die Schallaufzeichnung mit MEMS-Mikrofonen soll verbessert werden
Die Schallaufzeichnung mit MEMS-Mikrofonen soll verbessert werden


Das Forschungsprojekt wurde vom 01.01.2013 - 31.03.2017 durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gefördert.


Ansprechpartner

Prof. Dr. Gregor Feiertag
Raum: R 2.047

Tel.: 089 1265-3463
Fax: 089 1265-3403

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