Ralf Ostendorf

„Soft Skills“ sind das A und O

Ralf Ostendorf

Dies sind für Herrn Ralf Ostendorf, einen Alumnus der Hochschule München, die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufseinstieg im Tourismus. Er würde den heutigen Studierenden den Rat geben, das Studium ernst zu nehmen und soviel Praxiserfahrung wie möglich „aufzusaugen“, sei es durch Fallstudien oder Praxissemester. Darüber hinaus empfiehlt er jedem Studierenden an den „Soft Skills“ zu arbeiten und – wenn möglich – Kurse im Bereich Persönlichkeitstraining, Networking, Präsentationstechniken und interkulturelles Management zu belegen. Schliesslich lebt die Tourismus Branche vom Management globaler Netzwerke.


Herr Ostendorf hat selbst verschiedene Bereiche des Tourismus in den Praxissemestern des Studiums kennengelernt, d. h. ein Reisebüro in München und ein Hotel in Berlin, um sich dann für den Fremdenverkehr bzw. das Städtemarketing zu entscheiden. In diesem Bereich arbeitete er zunächst als Assistent der Geschäftsführung in der Tourismusförderungsgesellschaft in Bremerhaven, danach als stellvertretender Geschäftsführer im Fremdenverkehrsverband Nordsee-Niedersachsen-Bremen. In seiner heutigen Position ist er Verkaufsdirektor bei der Berlin Tourismus Marketing GmbH und zuständig für die Regionen Asien, Nordamerika, UK und Mittlerer Osten. Er kooperiert international mit Reiseveranstaltern, Airlines, Wirtschaftsunternehmen, Aussenhandelskammern oder der DZT, um Berlin im Ausland zu vermarkten. Sein interessantestes Projekt ist z. Zt. eine Bollywood-Filmproduktion in Berlin!


In der Retrospektive schätzt Herr Ostendorf am Tourismus Studium den Praxisbezug und die Praxissemester – zudem den Erwerb der Problemlösungskompetenz anhand von Fallstudien. Gefehlt haben ihm Kurse im Bereich der „Soft Skills“, des „Online-Marketings“, praktische Module zur Kalkulation und zum Programmaufbau eines Reiseveranstalters sowie eine Übersicht über internationale Konsortien und Online Veranstalter. „Bestimmt gibt es diese Kursangebote bereits im Studiengang“, schließt Herr Ostendorf, „denn in den letzten 20 Jahren seit meinem Studienabschluss an der Hochschule München hat sich im Bereich der Globalisierung des Tourismus und der Online Vermarktung viel getan!“


Die Frage nach dem „Lebenslangen Lernen“ beantwortet Herr Ostendorf so: „Ich sehe mich seit meinem Berufseinstieg in einem kontinuierlichen Prozess des Lernens, der geprägt ist durch mein internationales Arbeitsumfeld. Insofern lerne ich enorm durch meine täglichen Berufserfahrungen – für zusätzliche Seminare bleibt leider aufgrund der Arbeitsdichte und der vielen Dienstreisen sowie meiner familiären Verpflichtung als Papa eines dreijährigen Sohnes momentan keine Zeit mehr.“