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(11/28) Die EU macht's möglich!

[11|11|2011]

ERASMUS finanziert 2-wöchiges Intensivprogramm „Secure Web Applications <sichere Netzwerkanwendungen>“ an der Hochschule München

ERASMUS IP Kick-off Meeting Santander, Spanien, Okt. 2011
ERASMUS IP Kick-off Meeting Santander, Spanien, Okt. 2011
Die Europäische Union betrachtet es mittlerweile als ihr „Flaggschiff“: das Hochschulprogramm ERASMUS. Es ist mit einem jährlichen Budget von über 450 Millionen Euro ausgestattet. Damit soll der Wissenstransfer, die Mobilität von europäischen Studierenden und Lehrenden sowie der interkulturelle Erfahrungsaustausch gefördert werden.

Die EU finanziert auch das 2-wöchige ERASMUS Intensivprogramm (IP) „Secure Web Applications <sichere Netzwerkanwendungen>“, initiiert von der Fakultät für Informatik und Mathematik der Hochschule München. Dazu konnte die Fakultät fünf weitere europäische Partner gewinnen: darunter die italienische Traditionsuniversität Padua und Hochschulen in Finnland, Spanien, Großbritannien und Zypern.

Die Münchner fungieren als Koordinatoren dieses Programms. Bei sechs europäischen Hochschulen keine Kleinigkeit. Denn allein schon im Vorfeld sind unzählige organisatorische Abstimmungen notwendig. Gut, dass es elektronische Medien gibt wie Video-Konferenzen, E-Mail, wikis, Skype oder das Kursmanagementprogramm Moodle. Sie gewährleisten unkomplizierte, permanente Kommunikation.

„Wir freuen uns, ein solches europäisches Intensivprogramm zu koordinieren und bei uns in München durchzuführen”, so Dekan Jochen Hertle. „Das ist eine hervorragende Gelegenheit, unsere Zusammenarbeit mit anderen EU-Hochschulen weiter zu intensivieren. Neben dem wissenschaftlichen Gedankenaustausch liegt die besondere Betonung auf dem interkulturellen Know-how-Austausch. Heute wichtiger denn je!”

Der 10-tägige Kompaktkurs läuft vom 6. bis zum 19. Mai 2012 in München. Vor kurzem hat der Bewerbungs-Countdown begonnen, gleichzeitig in allen sechs Ländern. Das Interesse ist groß, denn: „Die Sicherheit der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) ist einer der strategisch wichtigsten Bereiche von ICT”, so der Münchner Professor Alexandru Soceanu. „Für unsere Studierenden, alles zukünftige europäische Informatiker und Ingenieure, muss deshalb das Know-how über wirksamen Schutz von Netzanwendungen Top-Priorität haben.”

Die Hochschule München ist für ihre Praxis- und Anwendungsorientierung bekannt. Folglich gehört auch der Einblick in die praktische Arbeit auf die IP-Agenda. Passend zum Thema stehen dafür Vertreter der McAfee GmbH, Siemens AG und Optimabit GmbH zur Verfügung. „Anhand von empirischen Fallstudien, so genannten Case Studies, sollen sich die Studierenden in die Komplexität von tatsächlich aufgetretenen IT-Sicherheitsproblemen hineindenken und sie unter Anleitung des Unternehmensreferenten lösen“, erläutert Professor Klaus Köhler von der Hochschule München. Dabei erweisen sich Team-Besprechungen als äußerst hilfreich – natürlich auf Englisch.

Insgesamt werden über 70 Studierende und 20 Lehrende bei diesem internationalen Kurs zusammentreffen. Er bietet die nicht alltägliche Chance, in europäischen Teams gemeinsam zu lernen und zu arbeiten. Die Koordinatoren wollen darauf achten, dass jedes Team aus nicht mehr als sechs Studierenden besteht, einer bzw. eine von jeder Partnerhochschule. In diesem internationalen Umfeld lernen die Studierenden fast automatisch etwas über die Kultur und Gewohnheiten der anderen, ein wesentlicher Faktor bei späteren, internationalen Anforderungen im Berufsleben.

Dieses IP wendet sich speziell an europäische Senior Bachelor Studierende der Informatik und anderer Fakultäten, die sich mit Netzwerkanwendungen und Software Engineering beschäftigten. Diejenigen, die den Kurs erfolgreich abschließen, erhalten ein Zertifikat mit 5 ECTS Credits. Dieses europäische Benotungssystem soll die Vergleichbarkeit der akademischen Leistungen von Studierenden über die EU-Grenzen hinweg sicherstellen. Wie notwendig das ist, zeigt ein Blick auf die länderspezifischen Benotungsunterschiede. So hat Italien beispielsweise eine Notenskala von 1 bis 30. Dabei ist die 1 die schlechteste Note. In Finnland gehen die Studenten mit einer 5 glücklich nach Hause, der finnischen Bestnote. In einem sind sich alle Lehrenden einig: Mit diesem europäischen Zertifikat werden Hochschulabsolventen bei der Jobsuche punkten.

Gern vermitteln wir Gesprächspartner. Bitte wenden Sie sich dazu an:

Christina Kaufmann, Leiterin Hochschulkommunikation
T 089 12 65-19 08,

Foto: EU-Professoren diskutieren bei ihrem Kick-Off-Meeting in Santander, Spanien, ihr gemeinsames EU Intensivprogramm „Secure Web Applications <Sichere Netzwerkanwendungen>”. Es findet im Mai 2012 an der Hochschule München statt. Klaus Köhler (5. v. l.) und Alexandru Soceanu (6. v. l.), Hochschule München


Hochschule München – HOCHSCHULKOMMUNIKATION



Hintergrundinformationen zum Erasmus Programm für lebenslanges Lernen „Bildungschancen für alle“

Das Programm für lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission ermöglicht Menschen in allen Lebensphasen, sich von Lernerfahrungen anregen zu lassen, und unterstützt die Entwicklung des Bildungssektors in ganz Europa.

Mit einem Haushalt von nahezu 7 Mrd. EUR (2007-2013) fördert das Programm eine Reihe von Maßnahmen wie Austauschprogramme, Studienbesuche und Netzwerkaktivitäten. Projekte stehen nicht nur einzelnen Studierenden oder Lernenden, sondern auch Lehrkräften, Ausbildern und allen anderen Akteuren der allgemeinen und beruflichen Bildung offen.

In vier Einzelprogrammen werden Projekte auf verschiedenen Ebenen der allgemeinen und beruflichen Bildung gefördert:

  • Comenius für Schulen
  • Erasmus für Hochschulbildung
  • Leonardo da Vinci für Berufsbildung
  • Grundtvig für Erwachsenenbildung

Programm ERASMUS – Studieren in Europa und mehr
Erasmus, das Flaggschiff unter den EU-Programmen für allgemeine und berufliche Bildung, ermöglicht jedes Jahr 200 000 Studierenden im Ausland zu lernen und zu arbeiten. Außerdem fördert es die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen in ganz Europa. Das Programm unterstützt nicht nur Studierende, sondern auch Hochschullehrende und in der freien Wirtschaft tätige Personen, die im Ausland lehren möchten, sowie Hochschulmitarbeiter, die sich beruflich weiterqualifizieren möchten.

Eine europäische Erfolgsgeschichte
Kaum ein anderes von der Europäischen Union aufgelegtes Programm kann ein derart starkes europaweites Echo aufweisen wie das ERASMUS-Programm. Die überwiegende Mehrheit europäischer Hochschulen nimmt an ERASMUS teil. Seit seiner Einführung im Jahr 1987 haben sich bereits mehr als 2,2 Millionen Studierende und 250 000 Hochschullehrer sowie ab 1997 auch andere Hochschulmitarbeiter beteiligt.

Das Jahresbudget liegt bei über 450 Millionen Euro, mehr als 4.000 Hochschuleinrichtungen in 33 Ländern nehmen teil, weitere stehen auf der Warteliste.

Quelle:
http://ec.europa.eu/education/lifelong-learning-programme/doc78_de.htm , Zugriff, 9.11.2011 11:00 Uhr
Und
http://ec.europa.eu/education/lifelong-learning-programme/doc80_de.htm , Zugriff , 9.11.2011, 11:10 Uhr

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