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Eine ausgezeichnete Entscheidung

[29|10|2019]

Sebastian Funk verbringt mit der Unterstützung des HAW.International-Stipendiums ein Semester in Argentinien

 

Sebastian Funk, Wirtschaftsingenieurwesen-Student an der HM, schaute sich für seinen Auslandsaufenthalt in Argentinien nach Finanzierungsoptionen um. Dabei stieß er durch den Tipp des International Offices, das Studierende bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten und beim Bewerbungsprozess unterstützt, auf das HAW.International-Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

 

HM: Wie lief der Auswahlprozess für das Stipendium?

Sebastian Funk: Praktischerweise ausschließlich über das Online-Portal. Neben Lebenslauf und Motivationsschreiben musste ich weitere Dokumente wie beispielsweise einen aktuellen Sprachennachweis einreichen. Nach einem Monat erhielt ich die Zusage.

 

Wieso Argentinien als Austauschland?

Die Sprache und die Kultur der spanischsprachigen Länder haben mich schon immer begeistert. Weil ich aber schon ein Jahr in Spanien gelebt habe, fiel meine Wahl diesmal auf Argentinien: Die südamerikanische Lebensart, die beeindruckende Landschaft und die interessante Geschichte des Landes haben mich in den Bann gezogen. Und nach knapp drei Monaten kann ich sagen: Es war eine ausgezeichnete Entscheidung, die 12.000 Kilometer nach Mendoza zu kommen. Ich fühle mich hier sehr wohl.

 

Wie nehmen Sie die politische Lage derzeit vor Ort in Argentinien wahr?

In einer Woche sind die Präsidentschaftswahlen: Die Positionen sind so unterschiedlich, wie sie nur sein könnten und die Stimmung ist aufheizt. Der vermutete bevorstehende Regierungswechsel beeinflusst auch die sowieso schon geschwächte argentinische Wirtschaft: Innerhalb meiner ersten 30 Tage hier in Mendoza ist der Kurs des argentinischen Pesos um 30% eingebrochen. Fatal für die Argentinier, weil die Lohnanpassungen die inflationsbedingten Preissteigerungen bei weitem nicht decken. Jeder ist jetzt gespannt, wie es nach der Wahl weitergeht: Mit der Wirtschaftspolitik, mit der Sozialpolitik – und letztendlich mit dem ganzen Land.

 

Was wird den Austauschstudierenden an der Austauschhochschule Universidad Nacional de Cuyo geboten?

Meine Kurse finde ich sehr interessant und sowohl meine Kommilitonen als auch die Professoren sind unglaublich freundlich. Auch außerhalb der Uni ist immer etwas geboten: Konzerte, Rafting, Wandern, Ausflüge oder Mate-Tee trinken unter Palmen. Vorausgesetzt man findet dafür Zeit, denn ständig wird man von irgendeinem Argentinier zum Grillen eingeladen.

 

Welche Ziele möchten Sie durch die Teilnahme an dem Austauschprogramm erreichen?

Ich bin mit der Erwartung nach Südamerika gekommen, einen intensiven Einblick in die Geschichte und die Kultur des Subkontinents zu erlangen. Das hat bisher gut geklappt, auch weil ich mit vielen Argentiniern und anderen Südamerikanern befreundet bin: Sie erzählen gern alles, was man wissen muss, um Land und Leute zu verstehen. Auch mein Spanisch wollte und konnte ich verbessern. Im November steht jetzt noch mein Sprachexamen an, bei dem ich C2-Niveau erreichen möchte.

 

Was war das bisher erinnerungswürdigste Erlebnis des Austausches?

Das Schönste für mich hier in Mendoza ist tatsächlich nicht ein einzelnes Erlebnis, sondern allgemein die Herzlichkeit, die Entspanntheit und die Offenheit, die mir hier jeden Tag aufs Neue von den Argentiniern entgegengebracht wird.

 

 

Mirja Fürst

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