Case Study / Fallstudie

Dieses Auswahlverfahren wird vor allem von Beratungsfirmen oder Investmentbanken eingesetzt. Die Case Study oder Fallstudie simuliert die alltäglichen Problemstellungen eines Consultants. Gerne wird dieses Instrument auch bei BewerberInnen mit wenig bis keiner Berufserfahrung eingesetzt, beispielsweise bei frischen HochschulabsolventInnen. Die Fragestellungen werden dem Alltag des Unternehmens oder der allgemeinen Wirtschaft entnommen. Grundlage sind Themen wie z. B. Wettbewerb, Produktivität, Strategie, Investition oder Innovation. Parallel dazu geht es natürlich um Ihre Persönlichkeit und Ihr Verhalten in schwierigen Situationen. Neben der Fachkompetenz wird hier auch stark auf Ihre Sozialkompetenz geachtet.


Erwartungen

Das Unternehmen möchte herausfinden, wie Sie ein Problem strukturieren, mit welcher Logik Sie auf die Lösung kommen, wie Sie mit den gegebenen Zahlen umgehen und wie Sie bei Unsicherheit reagieren. Wichtig ist zudem, dass Sie die Ihnen gestellte Frage verstehen und die daraus entstehenden Themengebiete nach Prioriäten ordnen. Das Unternehmen erwartet, das Sie innerhalb einer bestimmten Zeit Hypothesen entwickeln, Kalkulationen durchführen, Konzepte erstellen und eine Handlungsempfehlung abgeben können. Da verschiedene Lösungen möglich sind, gibt es dabei kein richtig oder falsch, sondern nur eine überzeugende und logische Darstellung.


Optimale Vorbereitung

  • Selbstständig Fallstudien durcharbeiten, damit typische Fallen erkannt werden und Routine erlangt wird.
  • Sammlungen von Fallstudien bieten das Internet sowie die Literatur.
  • Bestimmte Fallstudien (zu empfehlen auch aus den eigenen Erfahrungen) mit Freunden diskutieren.
  • Üben Sie Kalkulationen und andere Themengebiete, die in einer Fallstudie vorkommen können.
  • Erkennen Sie durch Übungen Ihre Stärken und Schwächen, entwickeln sie Lösungsmuster.
  • Übungsbeispiele finden Sie u. a. unter staufenbiel.de


Vermeidung von Fehlern

  • Ein guter Start ist wichtig.
  • Wenn eine Frage nicht verstehen, können Sie Verständnisfragen stellen, vermeiden Sie jedoch zu viele davon.
  • Stellen Sie Ihren Lösungsweg klar und strukturiert dar. Eine visuelle Darstellung wirkt sich positiv aus.
  • Achten Sie auf die Einhaltung der Prioritätenliste (wichtigste Punkte zuerst).
  • Nehmen Sie sich bei Kalkulationen Zeit - so vermeiden Sie Fehler.
  • Zögern Sie nicht, Schätzungen anzugeben.
  • Gedanken laut aussprechen, damit der Gesprächspartner / die Gesprächspartnerin diese nachvollziehen kann.
  • Beobachten Sie die Körpersprache Ihres Gesprächspartners / Ihrer Gesprächspartnerin. Diese kann Ihnen zeigen, ob Sie mit Ihren Ansätzen richtig liegen.
  • Bewahren Sie Ruhe - nur so treffen Sie die richtigen Entscheidungen und überzeugen mit Souveränität.